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Dunkle Wolken über der Rheinau

07.10.2019

Unsere erste Mannschaft verliert am letzten Samstag ihr Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Rheineck mit 0:3. Mit der dritten Niederlage in Folge beträgt der Abstand zum Strich nur noch einen Punkt. Der Versuch einer Selbstanalyse.

Dunkle Wolken über der Rheinau

Nach drei Niederlagen in Folge ist der Frust natürlich gross. Die 0:3 Niederlage gegen Aufsteiger Rheineck hat das Fass zugegebenermassen etwas zum Überlaufen gebracht. Die Niederlagen an sich sind weniger das Problem, es geht um die Art und Weise. Leidenschaft und Biss haben nicht erst gegen Rheineck gefehlt. Die Mannschaft hat nach einem sehr guten Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen komplett den Faden verloren. Der Auftritt in Rheineck war in der ersten Halbzeit mehr als desaströs. Das Heimteam, spielerisch in dieser Liga maximal Mittelmass, hat uns aufgezeigt, wie man spielen muss. Tiefstehend, aggressiv auf die zweiten Bälle und auf Konterchancen lauernd. Und vor allem solidarisch als Team auftretend. Wir wurden vom Heimteam innerhalb 20 Minuten dreimal klassisch ausgekontert. Ein Defensiverhalten unserer Mannschaft war nicht auszumachen, die Räume zwischen den Linien erschreckend offen, Kampfgeist und Eigenverantwortung nicht auszumachen. Einzelne Spieler sind völlig ausser Form und mit sich beschäftigt. Die verletzungsbedingte Absenz von Captain Besart Shoshi wiegt ungemein schwer. Gerade in der jetzigen Situation sind Führungsqualitäten unabdingbar – wir brauchen Grinta! Erschwerend kommt dazu, dass wir ständig mit Ferienabwesenheiten zu kämpfen haben. Diese Abwesenheiten sind in dieser Saison richtiggehend explodiert und tragen entscheidend zur aktuellen Situation bei. Natürlich gibt es Ausnahmen, trotzdem kann erwartet werden, dass die Spieler, welche grosszügige Spesen fordern und beziehen, während 11 Wochen lückenlos anwesend sind. Spieler, welche jetzt den Karren reissen müssten, loben gemeinsam den Gesang der Unzufriedenheit und Jammerei. Niemand übernimmt Verantwortung und reisst die Gruppe mit. Während der erste Anzug einigermassen sitzt, muss man bei einem Teil des Kaders feststellen, dass es zumindest aktuell für die 2. Liga (noch) nicht reicht.

In den restlichen fünf Spielen in der Vorrunde geht es primär um Schadensbegrenzung. Es braucht mindestens 13 Punkte, um die Rückrunde einigermassen optimistisch angehen zu können. Zusammenstehen und die Reihen schliessen muss jetzt das Credo sein. Wie sagte Oliver Kahn einst so schön: „Eier, wir brauchen Eier“!!

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