Aktuell
 

St. Margrethen krallt sich einen Punkt in extremis

07.05.2018

Der FC St. Margrethen lag bis vier Minuten vor Schluss mit 1:3 im Rückstand. Dank Toren von Istrefi und Ljatifi schafften es die Unterrheintaler noch, einen Punkt zu ergattern.

St.Margrethen krallt sich einen Punkt in extremis

Ems ging mit seiner ersten Möglichkeit in der 7. durch Giacomelli in Führung – die Unterrheintaler hatten zuvor schon zwei Topchancen gehabt. Die Spieler um Trainer Shoshi waren jetzt leicht verunsichert. Immer wieder versuchten sie, mit langen Bällen die Sturmspitzen in Position zu bringen, was nicht die richtige Lösung war. Denn Ems spielte sehr hoch, somit gingen die St.Margrether häufig in die Abseitsfalle der Bündner. Spielertrainer Sho-shi musste sich selber nach Mitte der ersten Halbzeit aus verletzungsbedingten Gründen durch Ljatifi ersetzen lassen. Nach weiteren Chancen glich St.Margre-then kurz vor der Pause zum 1:1 durch Eris aus. Doch die Freude hielt nicht lange, denn der Unparteische beurteilte das Foul von Hajrullahu als Notbremse – was zur roten Karte für den Innenverteidiger führte. Eigentlich hätten die Rheintaler bis dahin deutlich führen müssen.

Schon nach fünf Minuten in Hälfte zwei zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt, nach einem vermeintlichem Handspiel von Eris. Abdulla sagte danke und versenkte das Leder im Netz. Doch auch die Bündner spielten nicht sehr clever, denn Frizzoni bekam die zweite gelbe Karte nach einem unnötigem Foul im Mittelfeld. Nun war es wieder ein Spiel zehn gegen zehn. Weil in der 60. bei einer Flanke kein St.Margrether Verteidiger auf den Ball ging, musste der freistehende Giacomelli nur den Fuss hinhalten: 3:1. Die Einwechslung von Centikaya brachte dann nochmals Auftrieb in die Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt wie ein klarer Verlierer spielte.

Vor allem die zuvor unglücklich spielenden Abazi und Istrefi pushten ihre Mannschaftkollegen nochmals. Nach einem Rückpass zu Torwart Da Fonseca gab es einen indirekten Freistoss. Diesen knallte Ljatifi kerzengerade unter die Latte: 2:3. Jetzt glaubten alle Rheintaler wieder an den Ausgleich – bei Ems brannte es in der Hintermannschaft. Aber erst in der Nachspielzeit spielten sich Eris und Abazi rechts durch zu Istrefi und dieser traf zum Ausgleich . Wie wichtig dieses Tor war, zeigte die grosse Freude bei Spielern und Anhang. (rdn)

2. Liga, Gruppe 1

FC Ems – FC St. Margrethen 3:3 (1:1)

Vial Arena Ems; Zuschauer: 100; SR. Farhat Anis

Tore: 7. Giacomelli 1:0; 42. Eris.B 1:1; ,50. Abdulla 2:1, 60. Giacomelli 3:1, 87. Ljatifi 3:2; 90+3. Istrefi 3:3.

FC St. Margrethen: Jeremic, Redzepi (46.Sinani) Karahanovic, Hajrullahu L, Idrizi, Bajramoski, Eris, Abazi, D`Amico (70. Ljatifi)

Text: "Der Rheintaler" (Roberto De Nardin)

zurück